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Ausnahmetalent Thomas Schwab

Foto Thomas Schwab
Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen werden die Musik von Yakari lieben! Moderne Popmusik verwoben mit indianischen Klängen entführen den Zuschauer in die Welt von Yakari. Thomas Schwab, der Komponist, erzählt: „Es ist mir wichtig Musik zu schreiben, die Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefällt.
 
Die Songs sind Lieder mit typischen indianischen Einflüssen. Einige sind kraftvoll und energiegeladen, andere als schöne Balladen und berührende Duette eher ruhig. Es ist Musik die man gerne mit nach Hause nimmt.“

Ausnahmetalent Thomas Schwab hat sein erstes Musical im Alter von 19 Jahren komponiert. In einem Interview hat er uns einiges verraten:

Komponist, Autor, Produzent, Musiker – als was würdest Du Dich selbst bezeichnen?

Von allem ein bisschen und jedes zu seiner Zeit, wobei in dieser Auflistung auch noch Papa, Hausmeister, Ehemann, Fahrer und Gärtner fehlen. Ich habe das Glück, all diese wunderbaren Aufgaben machen zu können. Neues zu kreieren, Ideen zu entwickeln, Musik zu schreiben und zu spielen – das alles ist unwahrscheinlich spannend und kostbar. Natürlich auch oft sehr anstrengend, weil man sich nie auf eine einzelne Sache komplett einlassen kann.

Wie bist Du auf die Idee gekommen ein Musical über Yakari zu kreieren?

Die Idee und Inspiration kam von unseren Kindern, die Yakari auf KiKA gerne schauen. Die Idee ein Yakari-Musical zu kreieren kam von meiner Frau Michaela. Wie so oft kommen die besten Ideen von ihr. (lacht)

Und warum Yakari, warum keine andere Kinderfigur?

Yakari ist mehr als eine Zeichentrickfigur. Er ist für viele Kinder ein Vorbild, ein kleiner Held: aufopferungsvoll, selbstlos, hilfsbereit und natürlich tapfer und mutig. Und die Geschichten von Yakari und seinem Sioux-Stamm haben sehr viel Substanz und Tiefe. Für mich als Komponist und Autor eine wunderbare Grundlage schöne Songs und ein tolles Musical zu schreiben.

Schon mit 19 Jahren hast Du Dein erstes Musical geschrieben. Ein in diesem Alter ungewöhnliches Vorhaben. Wie kam es dazu?

Damals suchte ich nach einer für mich neuen Art der Musik. Und da ich schon immer gerne Texte und Geschichten geschrieben habe, war das Musical die beste Möglichkeit, meine Ideen zu verwirklichen. Mit aller Kraft und Energie haben meine Frau und ich uns dann in „Flori-Träume werden Wirklichkeit“, unser erstes Musical gestürzt. Dabei mit jugendlicher Unbekümmertheit ein großes Projekt auf- und durchgezogen. Das war der Startschuss für unsere künftige gemeinsame Arbeit.

Hast Du irgendwelche musikalischen Vorbilder/musikalischen Vorlieben?

Ich habe keine definierten Vorbilder oder Vorlieben. Die Musik ist ein grenzenloser Kosmos, in dem es so viele Dinge immer wieder zu entdecken gibt. Wichtig ist, dass man immer offen bleibt. Die Kunst besteht darin, alles, was man auf der Bühne oder im Studio schafft, mit ganzem Herzen zu tun.

Woher nimmst Du Deine Inspiration, wenn Du schreibst und produzierst?

Inspirierend können viele Dinge sein: Kinder, Glücksmomente, Regentage oder ein toller Flügel in einem Pianohaus. Die größte Angst ist, dass die Kreativität ausbleibt. Das können, glaube ich, alle Kreativen bestätigen. Irgendwann leer zu sein und dass die Quelle versiegt ist kein schöner Gedanke, aber damit muss man sich mental auseinandersetzen. Umso überraschender und glücklicher sind die Momente, wenn eine Idee wie vom Himmel fällt. Wichtig ist "die eine Idee" - der Rest ist Handwerk.

Im Familienmusical Yakari dreht sich viel um Freundschaft und Zusammenhalt. Wie wichtig ist Dir Freundschaft und Familie? Was bedeutet für Dich Zusammenhalt?

Das ist der Kern unserer Arbeit in den letzten 15 Jahren. Dieser „Spirit“ ist der Motor unserer Projekte. Ich vermeide die Arbeit mit Menschen, die Musik nur als Job sehen. Musik machen hat sehr viel mit Treue zu tun. Vertrauen, Loyalität und Verlässlichkeit sind besonders wichtig. Es haben sich sehr viele Freundschaften in den letzten Jahren entwickelt und wir alle sind wie eine große Familie - und freuen uns immer wieder, neue Familienmitglieder aufzunehmen.

Was ist Dir besonders wichtig und bist du auch ein kleiner-großer Yakari?

Wir Erwachsenen, oder besser gesagt wir großen Kinder, können so viel von Yakari lernen. Ich wünsche mir, dass wir Großen aus dem Musical gehen und etwas mitnehmen. Vielleicht, dass Mut nicht nur bedeutet auf einen Baum zu klettern, sondern dass auch für uns Erwachsene Mut extrem wichtig ist. Sich Dinge trauen und nicht nur mit dem Strom schwimmen. Veränderungen angehen, ein guter Freund zu sein und ein guter Zuhörer. Mut, die Dinge auch mal mit anderen Augen zu sehen. Mit den Augen eines kleinen Sioux, die oft weit mehr sehen, als wir uns vorstellen können. Ich persönlich versuche erst mal ein echter kleiner Indianer zu werden.